Gartentipps

Tipps für den Monat Januar

Winterschutz

Wegen der andauernd verhältnismäßig milden Witterung im November und Dezember 2017 ist ein Winterschutz (noch) nicht nötig. Der Dezember war es allgemein zu mild. Einige Nachtfröste vor Weihnachten stimmen jedoch die Pflanzen auf den Winter ein.

 

Allgemeine Erklärung:

Sind die Pflanzen bei milder Witterung „eingepackt“, so ist es unter dieser Decke (Fichtengrün, Vlies, Jutegewebe) um einige Grad wärmer als in der Umgebung. Dies bedeutet, dass die Pflanzen durch die Erwärmung – „denken“ es wäre Frühling. Der Saft steigt, die Knospen schwellen und die Pflanzen wollen austreiben. Das ist genau das, was man mit Frostschutz verhindern sollte. Das bedeutet, wenn dann Frost kommt, dann erleiden die Pflanzen richtig Schaden. Sie frieren stark zurück oder erfrieren sogar. Hätte man sie nicht so früh „eingepackt“, so kommen die Pflanzen in die Winterruhe und die Schäden bleiben gering.

 

Merke:

Erst Winterschutz anbringen, wenn mäßiger Frost naht – auch wenn es Januar ist.

Hierzu lassen sich dann die Weihnachtsbäume gut verwenden J und haben somit einen doppelten Nutzen.

 

Der angebrachte Winterschutz muss ständig überprüft werden, ob nicht durch den Wind Löcher in den Winterschutz gerissen wurden. Diese Löcher sollte man dann schnellstens schließen. Am besten verwendet man althergebrachtes Fichtengrün und sichert dieses durch Bindedraht.

 

Teich überprüfen

Am Teich sollte man den Eisfreihalter kontrollieren, damit Fische den Winter überleben. Hat man eine Pumpe mit einem Röhrchen installiert, so muss man darauf achten, dass diese bei Frost ab ca. -5° Tag und Nacht durchläuft. Nur so wird Eis verhindert und das Wasser wird mit Sauerstoff angereichert.

 

Quellanlage/Bachlauf

Sobald die Temperaturen dauerhaft im Minus-Bereich sind, sollten Pumpen abgeschaltet werden.

Man kann jedoch auch die Pumpen auf Dauerbetrieb umschalten (Tag und Nacht). Infolge von Frosteinwirkung entstehen so wunderbare Kristalllandschaften.

Man muss nur aufpassen, dass man die Pumpe rechtzeitig abschaltet, da das Wasser im Wasserreservoir abnimmt. Die Pumpe sollte nicht trockenlaufen. Solange Frostwetter herrscht, bleiben dann die wunderbaren Eisgebilde.

 

Wühlmäuse

Wie jedes Jahr gibt es wieder Wühlmäuse. Hoffentlich kommt Frostwetter im Januar. In dieser Zeit haben die Mäuse wenig Futter zu fressen. Daher ist in dieser Zeit eine Bekämpfung mit Mäuseköder wie z.B. Giftweizen oder andere Köder am besten.

 

Spezialbekämpfung Wühlmäuse

Bei sehr schwierigem Mäusebefall haben wir ein spezielles Gerät zur Mühlmausbekämpfung: Eine Maschine namens ‚Mauki‘, welches Kohlenmonoxyd produziert.

 

 

 

Mauki Mäusevernichter

 

 

Damit kann man weiterverzweigte Wühlmausgänge behandeln, sodass im Frühjahr nicht erneut eine große Wühlmauspopulation große Schäden anrichtet.

 

 

 

 

 

Tipps für den Monat Dezember

Normalerweise wird vor Weihnachten der Winterschutz durch Vlies/Fichtengrün oder Jutegewebe angebracht. Folie oder anderes luftundurchlässige Material ist ungeeignet und darf nicht verwendet werden. Noppenfolie nur bei Kübelpflanzen an Kübel oder Töpfe anbringen; nicht aber die oberirdischen Triebe damit zubinden. Luft muss immer zirkulieren können. Ansonsten bildet sich Kondenswasser, welche (Sekundär)-Pilzerkrankungen hervorrufen.

 

Bisher hatten wir keinen nennenswerten Frost. Frostfeste Pflanzen können diese Temperaturen auch ohne Winterschutz nichts anhaben. Alle frostempfindlichen Kübelpflanzen sind bereits an sicheren frostfreien Orten (Vordach, Carort).

Ich habe unsere frostempfindlichen Kübelpflanzen vor den ersten Nachfrösten in das Carport gestellt (mein Carport ist am Haus und erhält warme Luft vom Heizkeller) oder z. T. einfach nachts mit einer Decke abgedeckt. Alle anderen Kübelpflanzen stehen unverändert an ihrem Platz.

 

Frostempflindliche Kübelpflanzen:

Engelstrompete (Datura) – Brugmansia suaveolens

Bleiwurz – Plumbago auriculata

Zierbanane – Musa ensete (inkl. andere Arten und Sorten)

Elefantenfuß – Yucca elephantipes

Wandelröschen – Lantana camara

 

So wurde für die frostempfindlichen Kübelpflanzen diese Frostphase überbrückt, lt. Wettervorhersage folgen in den kommenden Wochen leichte Frostnächte. So lange bleiben diese Pflanzen im Carport und sind vor Nachtfrösten sicher.

Die Pflanzen fühlen sich hier „wohler“ als im Winterquartier.

Vor der nächsten Frostperiode müssen sie dann allerdings in das Winterquartier (Gewächshaus).

Fausregel: „Kübelpflanzen so spät wie möglich rein und so früh wie möglich raus!“

 

Die Kübelpflanzen fühlen sich am wohlsten, wenn sie in frostfreien Perioden draußen stehen. Optimal wäre dann ein Rollbrett unter dem Kübel; dann könnte man die Pflanzen an frostfreien Tagen rausstellen und bei Frost wieder hineinstellen.

Meist folgt nach dem ersten Frost im Dezember eine frostfreie Phase.

 

Empfindliche Stauden und Gehölze sollte man dann vor Weihnachten abdecken. Man weiß nie, wie der Winter wird. Trotz Klimawandel kann es durchaus eine Frostphase mit -10° bis -20°C geben!

 

Nachfolgend eine kleine Auswahl an Pflanzen, welche Winterschutz benötigen:

 

Feige Ficus carica
Bambus Phyllostachys (mit Vlies einpacken)
Montbretien Crocosmia crocosmiiflora
Kap-Fuchsie Phygelius capensis
Pampasgras Cortaderia selloana (trockener Standort!)
Fackellilie Kniphofia uvaria (trockener Standort)
Goldkeule Oronthium aquaticum
Himmelsbambus Nandina domestica
Baum-Erica Erica arborescens
Kamelie Camellia japonica (wintergrün, besser in Gewächshaus)
Säckelblume Ceanothus delilianus
Bartfaden Penstemon stenophyllus
Glanzmispel Photinia fraseri
Ölweide (gelbbunt) Eleagnus pung. Maculata
Chilenische Schmucktanne (bis 2,50 m) Araucaria araucana
Berg-Orchidee, pink Pleione limprichtii (ev. in Keller)
Feigenkakteen Opuntia imbricata
Andenpolster Azorella trifurcata
Kokardenblume Gaillardia-Hybr.
Jap. Azaleen Rhododendron obtusum (Schutz vor Wintersonne)
Lavendelheide (weissbunt) Pieris japonica Variegata
Stachelblättrige Duftblüte (weissbunt) Osmanthus heterophyllus ‘Variegatus‘
Japanische Korkspindel Euonymus jap. in Sorten
Spanischer Schneeball Viburnum tinus
Spanischer Schneeball Viburnum davidii
Dreiblättrige Orange Poncirus trifoliata
Ingwerorchidee Roscoea purpurea
Aucube Aucuba japonica ‘Variegata‘
Nachtkerze rosa Oenothera speciosa siskiyou
Japanspindel Euonymus microphyllus
Blauraute Perovskia abrotanoides
Mittagsblume Delosperma nubigenum
Rosen Die Veredelungsstelle muss geschützt sein (im Boden)
Roseneibisch Hibiscus moscheutos

 

Wichtig: Die Pflanzen nicht abdecken, wenn es noch warm ist!

(warm = Temperaturen über -2°C

Wintergrünen Pflanzen einen hellen Standort geben. Wintergrün heißt,

dass die Blätter an der Pflanze bleiben und nicht abgeworfen werden.

 

Je kühler

  • umso sparsamer wird gegossen
  • außer winterblühende und immergrüne Arten: z. B.
  • Kamelie
  • Zimmerlinde
  • Elefantenfuß
  • Sommerjasmin

 

Jedoch Staunässe vermeiden! Immer für Wasserabzug sorgen, z. B. Drainage mit Splitt im Kübel.

Häufig lüften – keine stehende Luft = sonst kommt es zu Pilzerkrankungen.

 

Teich

Alle abgestorbenen Teile (nur Blätter) wurden bereits im November entfernt, grasartige Stengel, z. B. Rohrkolben, Schilf bleiben über den Winter stehen. Diese sind wichtig für den Gasaustausch bei einer möglichen Eisschicht im Winter. Es muß dann nur noch die Filteranlage und der Eisfreihalter – falls vorhanden – auf Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Pflanzzeit? Eine Frage mit „sieben Siegeln“

Wann ist im Garten Pflanzzeit?

Diese Frage ist für Fachleute relativ einfach zu beantworten, jedoch für viele Menschen ist diese Frage eine große Unbekannte!

Immer wieder, treffe ich Menschen – übrigens auch Hobbygärtner, die diese Frage nicht genau beantworten können.

Hauptpflanzzeit im Außenbereich (Garten, Freiflächen, freie Landschaft) ist allgemein der Herbst. Grundsätzlich kann man alle Pflanzen, umpflanzen, verpflanzen sobald die Pflanze abgeschlossen hat, das heißt, ein Gewebe – meist Kork sich an der Stelle gebildet hat, wo dann das Blatt abfällt. Die Korkschicht versiegelt sozusagen die Wunde, die ansonsten das abgefallene Blatt hinterlassen würde.

Fazit: sobald der Blattfall beginnt, erst dann kann man eine Pflanze verpflanzen. In der Regel ist das in der letzten Oktoberwoche der Fall. Erst jetzt kann man in der Regel alles umpflanzen bzw. neu pflanzen. Das ist der Beginn der Pflanzzeit! Dies geht dann solange der Boden offen, das heißt nicht gefroren ist. In den letzten Jahren meistens bis Weihnachten. Allerdings mit der Einschränkung, dass Stauden eine Mindesttemparatur von 12° C im Boden benötigen. Wird diese Bodentemperatur unterschritten, dann sollte man besser im Frühjahr pflanzen, es sei denn, man schützt diese vor Kahlfrösten. Dasselbe gilt auch für frostempfindliche Gehölze wie z.B. die Säckelblume (Ceanothus) oder der Mönchspfeffer (Vitex) und Andere.

Die Pflanzzeit setzt sich dann im Frühjahr ab ca. März fort, je nach Witterung. Meistens ist es jedoch von den Temperaturen ab Mitte März so angenehm, dass man Pflanzarbeiten durchführen kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass diejenigen, welche Pflanzen verkaufen, von den Produktionsbetrieben (Baumschulen, Staudengärtnereien), Pflanzen geliefert bekommen. Diese haben die Pflanzen oft ab Mitte Dezember bis Anfang /Mitte März im Winterquartier und können somit nicht liefern. Man muss also abwarten bis ca. Mitte März – je nach Witterung, dass entsprechend geliefert werden kann. Diese Pflanzzeit endet dann ca. Mitte – Ende April mit dem Blatt- Austrieb.

Grundsätzlich kann man Container-Pflanzen ganzjährig pflanzen, jedoch mit der Einschränkung, dass im Winter, wenn der Boden gefroren ist, nichts geht. Ähnlich ist es im Hochsommer, jedoch umgekehrt, man könnte theoretisch zwar pflanzen, aber man muss eben 2-3 x am Tag wässern.

Stauden, Sträucher etc. bekommt man zwar ganzjährig, jedoch entspricht dieses Angebot bei weitem nicht dem Angebot was dann ab Ende Oktober verfügbar ist.

In der Zeit, Mai bis August, bekommt man nur sogenannte mehr oder weniger „Allerweltspflanzen“. Spezielle Pflanzen oder auch Sorten einzelner Pflanzen stehen außerhalb der Hauptpflanzzeit nicht zur Verfügung.

Das Pflanzensortiment in der gesamten Bandbreite aller Pflanzen steht immer nur ab ca. Ende Oktober (letzte Oktoberwoche) zur Verfügung.

Ganz besonders trifft dies für ausgefallene Rosensorten zu. Manche begehrten Sorten sind dann bereits vergriffen, bevor Sie auf dem Rosenfeld in der letzten Oktoberwoche gerodet werden. Allgemein ist der Herbst jedoch dem Frühjahr vorzuziehen, da die Pflanzen über Winter Faserwurzeln bilden. Dies geschieht in erster Linie – je nach Pflanzenart in frostfreien Zeitabschnitten. Durch die Bildung neuer Faserwurzeln kommen die Pflanzen wesentlich besser über die nächste Sommerzeit mit wenig Wasser. Zudem ist der Wurzelschluss – das heißt die Verbindung der Wurzeln mit dem Boden bei der Herbstpflanzung wesentlich besser, da die Regenfälle über das Winterhalbjahr und die damit einhergehenden Setzungen im Wurzelbereich jede noch so kleine Lücke im Boden verschließen.

 

Hat man diesen Artikel intensiv gelesen, dann hat man sicherlich verstanden, dass die Hauptpflanzzeit von Ende Oktober bis Mitte Dezember und dann wieder von Mitte März bis Ende April geht.

Buchsbaumzünsler!

Kurz zur Biografie:

Der Buchsbaumzünsler wurde von Fernost im Jahre 2001/2002 eingeschleppt und ist ein „kleiner grauer Falter“ (wie Schmetterling). Dieser legt 2-3-mal im Jahr Eier ab. Aus den Eiern entwickeln sich dann die Raupen. Diese sind hellgrün mit gelben und schwarzen Streifen und fressen ausschließlich am Buchsbaum.

 

Bekämpfung:

 

1. Absammeln – dies ist jedoch sehr müßig

2. Wegblasen mit dem Dampfstrahler, niedriger Druck einstellen, dann aufsammlen und vernichten

3. Algenkalk: Man sollte prophylaktisch in der 2. Aprilhälfte Algenkalk auf die Buchsbäume streuen (wie Puderzucker). Da ist zwar zunächst ein grauer Belag auf den Blättern, dieser wird jedoch durch Regenwetter abgewaschen bzw. eingewaschen. Der Algenkalk bleibt danach als Mikrobelag an Blättern und Trieben und wehrt dadurch die Raupen des Buchsbaumzünslers ab.

Ich denke, man sollte diese Art der Bekämpfung 1-2-mal im Jahr wiederholen. Ca. im Juni und nochmal im August.

4. Biomittel spritzen (Bacillus thuringiensis). Dieses Mittel gibt es in allen Baumärkten, z. B. Raupenfrei von Neudorff und Anderen.

5. Chemische Mittel, z. B. Karate oder Biscaya. Diese (Insektizide) Insektengifte dürfen

jedoch nur von Fachleuten mit Sachkundenachweis gespritzt werden (z. B. die Firma C. Huhn).

Mein Rat:  Man muss die Pflanzen beobachten und sobald sich eine Population Buchsbaumzünsler entwickelt hat (meist Ende Mai und nochmal im August) und anfängt zu fressen, sofort mit dem Bekämpfen beginnen!!!

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